Individuum

Die Individualität will Verantwortung für ihre Taten übernehmen. Sie leistet Widerstand gegen Ungerechtigkeiten und entwickelt Mitgefühl für andere Menschen und die Natur. Angst und Furcht vor der Zukunft wird in Vertrauen für die Zukunft verwandelt und Freude als echtes Glück erlebt.

Diese Tatsachen erlebt man heute sehr deutlich, wenn man die Sinne des Individualkörpers einsetzt. Mit dem Individualitätssinn nimmt man die andere Individualität als Ich-Wesen wahr. Ihre Gedanken, Gefühle und Willensimpulse können immer besser und bewusster mit dem Gedankensinn festgestellt werden. Die Empathie wird heute als reale Wahrnehmung betrachtet. So hat die Forschung über die Spiegelzellen im Gehirn bewiesen, dass man auch im Anderen sein kann. Auch die  Computer zeigen heute, dass Gedanken-, Gefühls- und Willensmuster der Menschen gespeichert und manipuliert werden können.

Einige Beispiele dazu:

Immer mehr Aktivisten leisten bei diversen Ungerechtigkeiten Widerstand und werden auch per Internet von Millionen unterstützt. Nachhaltigkeit ist zum Schlagwort geworden, es wird z. B. auf fairen Handel geachtet, biologische Landwirtschaft nimmt immer mehr zu usw.

Das Mitgefühl,  z. B. gegenüber den gequälten Tieren der Massentierhaltung, wird immer häufiger empfunden. Dies ist ein Grund, weshalb immer mehr Menschen zu Vegetariern oder sogar zu Veganern werden.

Es ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass Angst uns blockiert und verhindert, dass eine lebensfördernde Zukunft kommen kann. Vertrauen ist nur möglich ohne Angst und Stress.

Freude wird oft als Spass erlebt, der immer intensiver werden muss, wenn man nicht gelangweilt sein will. Deshalb gibt es immer höhere und schnellere Bahnen in den Vergnügungsparks. Wir reisen immer häufiger in die Ferien, wenn wir es uns leisten können. Es gibt aber auch immer mehr Menschen, die Glück empfinden, dass sie ihre (ewige) Individualität auf der Erde sinnvoll verwirklichen können.

Dem Menschen wird immer klarer, dass er aktiv sein kann. Er hat die Möglichkeit, mitfühlend mit der ganzen Welt werden. Als aktiver Mensch kann er sein Bewusstsein so verwandeln, dass er angstfrei leben und Glück empfinden kann.

Auf der ganzen Welt kann man diese Ziele entsprechend seinen Möglichkeiten verwirklichen. Man kann nicht nur in seinem Denken, sondern auch in seinem Fühlen und Wollen aufwachen.

Denn in jedem Menschen lebt ein individueller, menschlicher Geist, der zum Vorschein kommen kann. Er kann jedoch von anderen Reizen überflutet werden, so dass der Mensch sich seiner nicht bewusst wird.

Viele Menschen erleben den individuellen, menschlichen Geist auch als unzerstörbar, also zeitlos oder ewig. 

Ostersonntag 17

Sensationelle Neuigkeiten aus der naturwissenschaftlichen Welt: Wissenschaftler an der Universität in Harvard fanden in einem aufwendigen Experiment Folgendes überraschend heraus:

Der einzige reale Moment, den die Wissenschaftler nachweisen konnten, ist das Jetzt.

Die Zukunft, um die sich die meisten Menschen Sorgen machen, wird nie kommen und die Vergangenheit, an der viele festhalten, ist längst vorbei.

Das Urbild des Jetzt ist das Ostersonntagsereignis, die Auferstehung.

Die Auferstehung ist das Wirken der geistigen Welt auf der Erde. Im christlichen Kulturraum ist es die Auferstehung Christi.

Handeln kann man nur im Jetzt. Dieses Handeln in der Gegenwart ist die Umsetzung der Impulse aus der Zukunft.

In diesem gegenwärtigen Handeln erlebt der Mensch Freiheit und Liebe.

Die Freiheit und Liebe wird erlebt, wenn ich aktiv mein Bewusstsein erschaffe. Ich bin Schöpfer und nicht allein. Meine Taten sind mehr als ich allein erreiche.

Als spiritueller Christ erlebe ich die Kraft, Freiheit, Liebe und Leben, die mir Christus gibt.

Immer wenn es mir gelingt im Jetzt zu leben, kann ich auch nach dem Ostersonntag die Zukunft beeinflussen, so dass das Leben gedeihen kann.

Am Ostersonntag kann man besser im Jetzt leben und nicht in die Vergangenheit abrutschen als sonst.

Der Mensch kann unegoistisch denken, fühlen und wollen.

Er denkt über die Welt und die Menschen voller Mitgefühl und Verständnis.

Er verbindet sich persönlich mit den Gefühlen, die aus dem Geistesmeer aufsteigen.

Er realisiert, dass er als ewiges, unsterbliches Indivduum gemäss den Impulsen der geistigen Welt leben will.

 

 

Das Leben im Jetzt meines Geistes oder Ichs wird erst durch meine Aktivität möglich. Es ist immer eine Auferstehungstat.

 

Einige Aphorismen zum Karsamstag

Der Karsamstag ist das Nadelör, das Nichts oder ein extremes Loslassen. Er ist die (Toten) – Stille.

Ohne Durchgang durch das Nichts kann nichts Neues entstehen. Ohne Tod (Ablegen der erstarrten oder der alten Strukturen) kann man nicht neu anfangen.

Verwandeln von alten, starren Strukturen ist immer mit einem partiellen Tod (Schmerz) verbunden.

Loslassen als nicht mehr Anhaften an alten Strukturen befreit uns.

Der Karsamstag ist der Tod des unsichtbaren Energiekörpers, deshalb ist man äusserlich allein und sieht nichts.